Die Botschaft

Botschaft aus der höchsten Quelle

„Mir scheint, die Menschheit hat sich in ihrem Suchen nach dem rechten Weg verirrt und trotz aller Bemühungen, ins Licht zu kommen, wird die Dunkel-Finsternis dabei immer größer. Sie wohnt im Herzen, und niemand kann das ändern, außer dem Menschen selbst. Es braucht dazu seinen Willen, das ändern zu wollen, und durch die dafür notwendige Reinigung zu gehen. „Mein Herz ist rein“ muss und kann und darf dabei das Ziel sein! Diese Reinheit muss nicht mit Arbeit und ausgiebigem Schrubben verbunden sein. Sie kann durch die bewusste Entscheidung zur Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber erlangt werden. Das braucht Mut in einer Kultur, die auf Manipulation beruht und aufbaut. Denn Ehrlichkeit und Manipulationen schließen sich aus. Jeder Mensch hat jedoch die Fähigkeit zur Wahrhaftigkeit. Sie bewusst zu leben ist der Schlüssel, der aus der Finsternis und dem Chaos hinaus führen wird. 

Selbstbetrug ist nicht mehr möglich.

Er ist die wahre Ursache dieser Katastrophe, die sich die Menschheit selbst geschaffen hat. Verführungen haben das befördert, jedoch nicht verursacht.“  (2009)

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Was ist mit dieser Botschaft gemeint?

Manchen Menschen wurde zu Beginn ihres Lebens nicht beigebracht, wie sie im steten Kontakt mit Ihrer Seele und ihren Gefühlen leben können – sondern sie wurden konditioniert dazu, die Wünsche, die von außen an sie gerichtet wurden, zu erahnen und zu erfüllen – um so Liebe, Lohn und Anerkennung von anderen einheimsen zu können. Da sie das von Anbeginn ihres Lebens so lernten, halten sie das für ’normal‘ und richtig – und Menschen, die aus sich selbst heraus das tun, was sie für richtig halten, sind ihnen womöglich unangenehm oder sie fühlen sich von diesen provoziert. „Da ist doch noch was…“ spüren sie zwar – aber sie wissen nicht, wie sie es erreichen können, zu stark war die Konditionierung, sich abhängig von der Anerkennung von außen durchs Leben zu bewegen.

Es ist nicht ganz einfach, mit sich den Schritt in die Befreiung von dieser Abhängigkeit vom Beifall anderer zu tun – aber möglich und sinnvoll. Als Beispiel, wie man die Unterschiede in der eigenen Motivation klar erkennen kann, greife ich hier auf ein altes, den meisten wohl bekanntes Märchen zurück: 

 Goldmarie & Pechmarie & Frau Holle:

Eine Witwe hatte zwei Töchter und beide hießen Marie.; die eine war schön und fleißig, die andere war hässlich und faul. Aber da die hässliche und faule ihre echte Tochter war, die andere nur die Stieftochter, mochte sie die eigene viel lieber. Die Stieftochter musste alle Arbeit tun. So saß das Mädchen täglich beim Brunnen und musste so viel spinnen, dass ihre Finger blutig wurden. Als sie einmal die blutige Spule im Brunnen abwaschen wollte, fiel sie hinein. Das Mädchen weinte ob des Unglücks und lief zu seiner Stiefmutter. Aber die schalt es heftig und war unbarmherzig, und sagte: „Hast du die Spule hinunter fallen lassen, so hole sie auch wieder herauf.“ Das Mädchen ging zum Brunnen zurück und wusste nicht, was es anfangen sollte. In seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung und als es wieder zu sich kam, war es auf einer schönen Wiese mit tausenden von Blumen, über der die Sonne schien. Auf dieser Wiese kam es zu einem Backofen, der voller Brot war. Das Brot rief: „Ach, zieh‘ mich raus, zieh‘ mich raus, sonst verbrenne ich. Ich bin schon längst fertig gebacken.“ Das Mädchen holte alle Brote mit dem Brotschieber heraus. 

Dann ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voller Äpfel, und er rief dem Mädchen zu: „Ach, schüttele mich, die Äpfel sind schon alle reif!“ Das Mädchen schüttelte den Baum und die Äpfel regneten zu Boden, sie schüttelte, bis kein Apfel mehr am Baum war, und legte sie alle auf einen Haufen. 

Dann kam es zu einem kleinen Haus, aus dem guckte eine alte Frau heraus. Weil die Frau so große Zähne hatte, hatte das Mädchen Angst vor ihr und wollte fortlaufen. Die alte Frau rief ihm nach: „Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir! Wenn du alle Arbeit im Haus ordentlich tun willst, so soll es dir gut gehen. Du musst nur achtgeben, dass du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, dass die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt. Ich bin Frau Holle. “ Weil die Alte ihm so gut zusprach, fasste sich das Mädchen ein Herz, willigte ein und begab sich in ihren Dienst. Es besorgte auch alles nach ihrer Zufriedenheit und schüttelte ihr das Bett immer gewaltig, so dass die Federn wie Schneeflocken umherflogen. Es hatte ein gutes Leben bei ihr, kein böses Wort – und alle Tage Gesottenes und Gebratenes. 

Nach einer Zeit bei der Frau Holle wurde es traurig, und es merkte, dass es Heimweh hatte, obwohl es ihm hier vieltausendmal besser ging als zu Hause. Es sagte zur Frau Holle, dass es Heimweh habe, auch wenn es ihm noch so gut gehe bei ihr, und dass es nicht länger bleiben könne. Die Frau Holle sagte: „Es gefällt mir, dass du wieder nach Hause verlangst. Weil du mir so treu gedient hast, will ich dich selbst wieder hinauf bringen.“ Sie nahm das Mädchen bei der Hand und führte es vor ein großes Tor. Das Tor ward aufgetan, und wie das Mädchen gerade darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen, und alles Gold blieb an ihr hängen, so dass das Mädchen über und über davon bedeckt war. „Das sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist!“ sprach die Frau Holle, und gab ihr auch die Spule wieder, die in den Brunnen gefallen war. Darauf ward das Tor verschlossen, und das Mädchen befand sich oben auf der Welt, nicht weit von seiner Stiefmutter Haus, und als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnen und rief: „Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!“

Da ging das Mädchen hinein zu seiner Stiefmutter, und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es von ihr und der Schwester gut aufgenommen. Das Mädchen erzählte alles, was ihm begegnet war, und als die Stiefmutter hörte, wie es zu dem großen Reichtum gekommen war, wollte sie der anderen, hässlichen und faulen Tochter gerne dasselbe Glück verschaffen. Die musste sich an den Brunnen setzen und spinnen; und damit ihre Spule blutig ward, stach sie sich in die Finger und stieß sich die Hand in die Dornenhecke. Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. Sie kam wie die andere auf die schöne Wiese und ging auf dem selben Pfad weiter. Als sie zu dem Backofen kam, schrie das Brot wieder: „Ach, zieh‘ mich raus, zieh‘ mich raus, sonst verbrenne ich. Ich bin schon längst fertig gebacken.“ Die Faule aber antwortete: „Da hätt‘ ich Lust mich schmutzig zu machen,“ und ging fort.

Bald kam sie zu dem Apfelbaum, der rief: „Ach, schüttele mich, schüttele mich, die Äpfel sind schon alle reif!“ Sie antwortete aber: „Du kommst mir recht, es könnte mir einer auf den Kopf fallen,“ und ging weiter.

Als sie vor das Haus der Frau Holle kam, fürchtete sie sich nicht, weil sie von ihren großen Zähnen schon gehört hatte, und verdingte sich gleich zu ihr. Am ersten Tag tat sie sich Gewalt an, war fleißig und folgte der Frau Holle, wenn sie ihr etwas sagte, denn sie dachte an das viele Gold, das sie ihr schenken würde. Am zweiten Tag aber fing sie schon an zu faulenzen, am dritten noch mehr, da wollte sie morgens gar nicht aufstehen. Sie machte auch der Frau Holle das Bett nicht, wie sich’s gebührte, und schüttelte es nicht, dass die Federn aufflogen. Das war die Frau Holle bald müde und kündigte ihr den Dienst auf. Die Faule war das wohl zufrieden und meinte, nun würde der Goldregen kommen. Die Frau Holle führte sie auch zum Tor, als sie aber drunter stand, ward statt des Goldes ein großer Kessel voll Pech ausgeschüttet. „Das ist zur Belohnung deiner Dienste,“ sagte die Frau Holle und schloss das Tor zu. 

Da kam die Faule heim, aber sie war ganz mit Pech bedeckt, und der Hahn auf dem Brunnen, als er sie sah, rief: „Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie.“ Das Pech aber blieb fest an ihr hängen und wollte, so lange sie lebte, nicht abgehen.

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An Goldmarie und ihrem ‚Schatten‘, der Pechmarie, erkennen wir den Unterschied in der Lebensausrichtung klar und deutlich: Nicht, weil eine große Belohnung winkt, weil wir da gutes Geld verdienen können, oder weil wir so soziale Anerkennung einheimsen können, sollten wir uns für einen Beruf oder ein Tun entscheiden – sondern wir sollten unserem reinen Herzen folgen und eben das tun, was wir im Jetzt als sinnvoll erkennen, dass es getan werden muss – indem wir uns angesprochen fühlen! 

Clever und berechnend sein wie die Pechmarie, und tricksen, indem sie sich die Finger in der Dornenhecke blutig machte und die Spule einfach in den Brunnen warf – zahlt sich eben langfristig nicht aus, ist eine Lehre, die wir aus dem Märchen ziehen können. Auch Pechmaries Berechnung, wie sie sich manipulierend verhalten muss, um an den Goldsegen zu gelangen – funktionierte nicht, da sie ganz offensichtlich unfähig war zum Mitgefühl und unfähig, ihre Zusagen gegenüber Frau Holle einzuhalten; ihr fehlte das Gefühl der Verantwortung.. 

Goldmarie hingegen war es zufrieden, so, wie das Leben  ihr begegnete, und erkannte spontan in allem den Beitrag, den SIE im Jetzt leisten konnte, damit DAS GANZE funktioniert. Ohne Berechnung, was sie selbst davon hat, schielt sie dabei auch nicht auf einen ‚Lohn im Himmel‘. Dies ist die souveräne Einstellung, zu der wir alle finden müssen – damit DAS GANZE funktioniert. 

Ich wünsche Ihnen schöne Festtage und ein gesundes Jahr 2019!